Die 1.8 Welt[Bearbeiten]

Die Fertigstellung dieser riesigen Welt bedeutet für mich das Ende eines kleinen Lebensabschnitts. Das ganze Jahr 2015 war ich mit dem Programmieren meines Generators, dem Gestalten der Kontinente und der Entwicklung von Konzepten beschäftigt. Es gab für mich also immer was zu tun. Und das hat eben die meiste Freizeit von mir verschlungen. Zumindest hatte ich noch so viel Zeit, dass ich mit ausgezeichnetem Erfolg meine Matura machte und das erste Semester meines Informatikstudiums abschloss.

Timeline der Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

  • 26.12.2014: Wegen meiner Natur, die zum Streben nach utopischen Fantasien veranlasst ist, zeichne ich an einem Sonntag Abend in wenigen Minuten die groben Umrisse für eine weit größere Welt für den Server mit dem Ziel, den 100000m-Rekord zu knacken. Auch wenn die Umrisse binnen kurzer Zeit unüberlegt entstanden sind, habe ich diese im Lauf meiner Arbeit kaum verändert.
  • Jänner 2015: Den ein oder anderen Abend verbringe ich damit, meinen alten Weltgenerator von der 1.7-Welt auszugraben, zu säubern und zu optimieren.
  • Februar 2015: Ich unternehme mit Worldpainter und Worldmachine erste Versuche, ein realistisches Gelände zu erstellen, das wesentlich besser als das bisherige ist.
  • 18.03.2015: Nachdem ich einige Exceptions ausgemerzt habe, gelingt es mir, meinen frischen Worldgen erstmals zum Laufen zu bringen.
  • März und April 2015: Ich baue meinen Worldgen weiter aus und entwickle die grundlegenden Biome und Features. Das Releasedatum habe ich im Mai 2015 festgesetzt, da alles recht schnell und einfach zu gehen schien. Nebenbei habe ich mir gedacht: "Haha, was wär wohl, wenn das Worst-Case-Szenarion eintritt und die Map erst im September fertig wird?"
  • April und Mai 2015: In diesem Zeitabschnitt erschaffe ich die Kontinente der bekannten Welt. Hätte ich die Map gleich groß wie die vorherige gemacht, dann wäre die Map schon im Juni released worden!
  • Juni, Juli, August, September 2015: Die Kontinente der unbekannten Welt werden angefertigt. Hinzu kamen noch 6 Wochen, die ich auf Urlaub war in diesem Zeitraum.
  • Oktober 2015: Uni beginnt. Die ersten zwei Wochen bin ich mit einem Anfangsprogrammierbeispiel beschäftigt. Danach wende ich mich an den allerletzten, großen Kontinent.
  • November 2015: Ich bin hart mit dem Erstellen von tausenden, kleinen Inseln beschäftigt. Pro Tag werden etwa 1-2 Archipele fertig.
  • Dezember 2015: Nachdem ich den allerletzten, großen Archipel fertiggestellt habe, erledige ich ein paar Dinge, die vor dem Generieren noch erledigt werden müssen.
  • 18.12.2015: Konferenz der Administrative. Der Kopf des Teams bekommt einen Umfassenden Einblick in die Funktionsweise meines Weltgenerators, in das Aussehen der neuen Welt ingame und in meine Pläne.
  • Weihnachtsferien 2015/16: Noch ein paar Dinge zu erledigen. Siehe Logbuch oben.
  • 18.01.2015 20:42: Die Generierung wird gestartet!


Jetzt mal ehrlich: Wäre am 26.12.2014 ein Geist aus der Zukunft in mein Zimmer gekommen und hätte mir gesagt, dass dieses utopische Unterfangen ein ganzes Jahr dauern würde, dann hätte ich es nicht gemacht. Ich bin ja jemand, der die übermenschliche Gabe hat, wenn er sich etwas vor nimmt, dies bedingungslos durchführt und fertigstellt, so viel Zeit es auch in Anspruch nehme. Diese Lebenseinstellung hat mir schon viel Erfolg eingebracht, da ich noch nie ein Projekt aufgegeben habe, sondern höchstens für ein paar Wochen aufs Eis gelegt habe. Ich habe exakte, wenn auch utopische Zukunftspläne, die ich vehement umzusetzen versuche und die ich wie ein Jäger verfolge. Diese Eigenschaft hat auch ihre Nachteile, wie man sie jetzt am Beispiel dieser riesigen Minecraft-Welt sieht: Anstatt mich auf das Geschehen am Server zu konzentrieren und regelmäßige Updates und Neuerungen zu veröffentlichen, habe ich stur an dieser dummen Map gearbeitet. Ich habe die Community und auch das Team vernachlässigt und habe die Gelegenheit verpasst, viele neue Spieler kennen zu lernen. Diese Map ist in gewisser Hinsicht wie Stonehenge: Diejenigen, die erleben durften, wie alles begann, waren zum Zeitpunkt der Fertigstellung nicht mehr hier und umgekehrt. Spieler sind während dieses Jahres wirklich gekommen und gegangen. Nur wenigen hielten dieses eine Jahr durch. Summa summarum: Diese neue Map hat den Server daran gehindert, sich weiter zu entwickeln. Hätte ich mich auf den Server und nicht auf die Map konzentriert, wären heute wohl 50 oder gar 100 Spieler online. Stattdessen haben die Spielerzahlen stark stagniert. Naja, bis auf das Weihnachtsevent, wo es wirklich bergauf gegangen ist. Diese neue Map hat mich auch in die Einsamkeit getrieben. Durch diese viele Beschäftigung hatte ich kaum die Möglichkeit und Lust, mit den Spielern am Server und dem Team sozial zu interagieren. Vor einem Jahr spielte ich noch aktiv am Server und erledigte die Arbeit, die jetzt die Supporter machen. Ich wurde von allen wegen meiner Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft gelobt. Dies ist wohl nicht mehr der Fall, da ich mich eben durch diese viele Abwesenheit am Server (und wahrscheinlich auch durch 4chan) persönlich verändert habe. Ich sehe die Community aus einem ganz anderen Blickwinkel und gehe, wenn ich am Server bin, mit den Spielern viel strenger, ehrlicher und autoritärer um. Die Kritik von WieChrisPlays an mir war vollkommen berechtigt. Ich bin ihm deswegen überhaupt nicht böse. Er hat wirklich die harsche Wahrheit herausgeplappert. Das, was ich über mich selbst auch manchmal denke. Durch meine Abwesenheit am Server und durch diesen Entwicklungsstopp ist eine Art Machtvakuum entstanden, die dazu geführt hat, dass sich die Staffkonferenz entwickelt hat, bei der in erster Linie Featurerequests behandelt werden. Da ich, weil ich an der neuen Map beschäftigt war, nicht viele neue Features auf den Server bringen konnte, haben die Leute halt einfach welche erfunden oder vorgeschlagen. Den neuen Server, auf dem ich wieder eine aktive Rolle einnehmen werde, werde ich wesentlich autoritärer führen. Featurerequests, Vorschläge und Abstimmungsergebnisse werde ich zwar mit Freude entgegennehmen, doch ob und wie etwas gemacht wird, bestimme schließlich ich alleinig.


  • SanX: "Es war ein Fehler, eine neue Map für den Server zu erstellen."