MyuChan

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MyuChan

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am 14.04.2017 um 17:41

Drizzel06, Rhijannon und Fruchtente gefällt das

Hallo liebe Community. Ich schreibe hier auch mal meine Geschichte über Tanglym hinein. Nach und nach kommt mehr dazu.

Prolog:


Es war schon zu später stürmischen Stunde, als ein junges Mädchen im Alter von etwa 10 Jahren an einem Strand von Mandrasil gefunden wurde. Ihre Kleidung war komplett zerrissen, ihr blondes Haar zerzaust und hatte Kratzer auf ihrem gesamten Körper verteilt. Bei genaueren hin sehen hat man festgestellt, dass ihre Ohren anders waren als von den normalen Menschen. Sie waren bereits etwas spitz geformt. Niemand wusste, wer sie war oder woher sie kam.  


Dies störte den dunkelgebräunten Mann mit dunkelblonden welligen Haaren aber nicht, der das Mädchen gefunden hat. Der Mann hörte auf den Namen Alfred. Er nahm sie bei sich auf und pflegte es wieder gesund. Einige Tage vergingen, bis das Mädchen wieder zu Kräften gekommen und vollständig geheilt war. „Mädchen. Jetzt wo du wieder bei Kräften bist, wie ist dein Name?“ fragte er. Das blonde Mädchen schüttelte nur den Kopf und versuchte so ihm bekannt zu geben, dass sie ihn nicht verstehen könne.  


Alfred seufzte kurz. „Ich habe es mir schon fast gedacht. Du kannst mich nicht verstehen.“ Er kratze sich überlegend am Kinn. Einige Minuten vergingen. „Ich habe es. Ich bringe dir unsere Sprache bei. Warte hier ich komme gleich wieder.“ Der dunkelhäutige zeigte ihr durch Handbewegungen, was sie zu tun hatte und ging kurz aus der Wohnung. Kaum hatte er Wohnung verlassen, wurde es dem Mädchen langweilig.  


Erst wippte sie hin und her, ging durch die Wohnung und verwüstete diese komplett. Das kleine, blonde Mädchen räumte die gesamten Bücher aus den jeweiligen Regalen, schmiss sämtliche Mülleimer herum und warf die Kissen des Sofas auf den Boden. Selbst die Blumen, die Alfred bei sich stehen hatten, warf sie von den Fensterbrettern. Eine halbe Stunde verging und Alfred kam mit einen ganzen Stapel Bücher zurück. Er erschrak bei dem Anblick seiner Wohnung.  


Er ließ all seine Bücher fallen und wollte schon fast anfangen, das Mädchen auszuschimpfen. Aber dieses sah ihn mit einem unschuldigen Blick an, dem er nicht widerstehen konnte und verzieh ihr sofort. „Na dann muss ich wohl aufräumen,“ meinte Alfred seufzend. Als er fertig war mit aufräumen, nahm er seinen Schützling zu sich und lehrte ihr die Sprache der Menschen.

Das Erwachen der Kraft





Fünf Jahre vergingen. Das Mädchen hatte in der Zeit sich der menschlichen Sprache bemächtigt und hatte sich auch an ihren Namen erinnert. Dieser war Myu. Trotz, dass Alfred ihr die Geschichte erzählt hatte, warum sie anders aussah als die anderen, erinnerte sie sich nicht an ihre Vergangenheit. Nicht einmal, wer ihre Eltern waren oder woher sie stammte. Myu hatte ihr langes blondes Haar zu einem Zopf zusammengebunden. Es war herrliches Wetter. Die Sonne schien von dem wolkenlosen Himmel, es wehte nur eine leichte Brise, die ein leicht salzigen Geruch bei sich hatte.  


Myu nahm diese Chance war und ging hinaus in die Stadt. Draußen angekommen, atmete sie erstmal befreiend tief durch. Freudig ging sie durch die Straßen von Mandrasil. Es störte sie nicht, dass so viele Leute gerade unterwegs waren. Dies ist aber auch kein Wunder, denn es ist heute Wochenmarkt in der Stadt. Neben dem salzigen Duft des Meeres vernahm sie die unterschiedlichsten Gerüche verschiedenster Gewürze, Obst, Gemüse, Tee- und Kaffeesorten. Myu verzog kurz das Gesicht, als der Geruch von Fleisch in die Nase kam. Das blonde Mädchen hat schon seit sie denken konnte, Fleisch gehasst. Selbst das bloße Berühren davon ekelt sie an.  


Myu kaufte sich von ihrem Taschengeld bei Ihren Lieblingsverkäufer etwas Obst und Gemüse und ging dann in den nächst gelegenen Park. Dort angekommen ging sie an ihr Lieblingsplatz und legte sich dort in die Wiese. Ihr Blick ging hoch in den Himmel und beobachtete die vereinzelt vorbeiziehenden Wolken. Eine leichte Brise kitzelte sie am Gesicht. Etwas erschrocken sah sie sich um, denn sie dachte jemand würde mit ihr reden. ‚Da war wohl nichts,‘ dachte sie sich und legte sich wieder zurück.  




Erneut streifte eine Brise ihr Gesicht. Diesmal hörte sie deutlich, dass jemand zu ihr sprach. „Wer ist da?“ fragte sie dahin. Die Stimme meinte zu ihr: „Es wird etwas geschehen. Du bist nicht wie die anderen. Du bist für etwas Höheres geboren als das Mädchen, das du momentan bist. Schau dich genau an, kleine Waldelfe.“ „Was meinst du damit? Ich bin doch keine Elfe!“ meinte Myu. Doch die Stimme antwortete ihr nicht mehr. Etwas verunsichert schaute sie sich um, in der Hoffnung, dass sie die Person erspäht, von der die Stimme kam.




Aber Myu fand niemand. Das blonde Mädchen stand auf und rannte nach Hause. In Gedanken versunken übersah sie ein Zauntor. Aus der Reaktion heraus streckte sie ihre Hand nach vorne und ohne etwas zu tun öffnete sich das Tor. Natürlich verängstigte dies das kleine Mädchen noch mehr und sie rannte noch schneller nach Hause. Daheim angekommen verzog sie sich ins Bad.




Sofort sah sie sich im Spiegel an. Auf dem ersten Blick sah sie noch keine Veränderungen. Doch bei genaueren hin schauen erkannte sie, dass sich ihre Augen Farbe geändert hat. Von der ursprünglich dunkel blauen Farbe ist nun nichts mehr zu sehen. Dafür hatte sie nun grüne Augen. Ihre Ohren waren nun vollkommen spitz geworden und am Hals fand sie ebenso ein für sie unbekanntes Mal vor. Selbst wenn das Zeichen nur schwach war, war dieses dennoch deutlich zu sehen.  


Myu bekam nun noch mehr mit der Angst zu tun. „Was passiert da mit mir?“ fragte sie etwas lauter. Sie ging aus dem Bad und suchte aus Verzweiflung Alfred auf. Sie fand ihn zum Glück recht schnell. Sie erklärte ihn was in der letzten Stunde passiert ist. „Was passiert da mit mir?“ fragte sie ihn. „Ich habe da selber auch keine Ahnung. Dennoch habe ich mal eine Legende gehört, die auf das passt was dir gerade passiert.  


Das Ganze ist schon mal vor mehreren tausend Jahren passiert. Aber in einer anderen Stadt die heute nicht mehr existiert. Damals ist auch ein junges Mädchen genau wie du an den Strand angespült worden. Sie hatte wie du blondes Haar, blaue Augen und hatte ebenso Kratzer wie du am ganzen Körper. Sie lebte auch unter dem Menschen. Man wusste nicht wer sie war. Mit 15 Jahren wurden ihre magischen Kräfte der Waldelfen freigesetzt und damals hatte man sie verstoßen denn man hatte Angst vor dem was noch kommen mag.  


Daraufhin verließ sie die Stadt und sie suchte sich eine weit entfernte Insel. Auf dieser Insel gründete sie die Stadt Mandrasil. Man sagt sich, sie hätte bei ihrem Tod gesagt, dass sie eine Vision hatte, dass ihre Geschichte nochmal vorkommen würde. Nur dass den Mädchen noch was Schlimmeres passieren würde. Ich habe damals einige Nachforschungen gemacht und ich habe einige Bilder von den Mädchen gefunden. Wenn Sie wirklich genau so aussah wie die Bilder zeigen, dann siehst du ihr verdammt ähnlich. Selbst wenn du das Mädchen bist was in der Legende erwähnt wurde kann man sich nicht sicher sein, dass dir das gleiche passiert. Die Menschen verändern sich im Laufe der Zeit.“  


„Aber das passt doch genau auf mich, was in der Legende erzählt wurde. Ich will dich echt nicht verlieren, wenn ich das Mädchen bin. Du bist mir zu wichtig.“ Verteidigte sich Myu. „Deswegen meinte ich eben auch, dass wir uns nicht sicher sein können, dass du wirklich dieses Mädchen bist. Wir müssen es beobachten. Wenn diese Kräfte erneut ausbrechen, musst du fliehen. In Osten ist die Stadt Fornost. Gehe dorthin, wenn es soweit ist. Der Kaiser Sorexis ist ein guter Freund von meiner Familie. Er nimmt dich auf, wenn du meinen Namen erwähnst. Merk dir das für den Fall. Vertraue sonst niemanden unterwegs.“  


„Aber was ist, wenn er mich nicht aufnimmt oder sich nicht mehr an dich erinnert?“ fragte Myu verunsichert. Eine magische Aura umhüllte das Mädchen nun durch diese Verunsicherung. „Myu beruhige dich. Es fängt schon wieder an mit deiner Magie,“ meinte Alfred. „Er wird dich schon aufnehmen. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Versprochen.“ Myu erschrak sich kurz, aber beruhigte sich als sie in Alfred´s Gesicht sah. „Ich vertraue dir. Aber ich gehe langsam schlafen. Es wird schon spät,“ meinte sie und ging auf ihr Zimmer.



Die Reise beginnt
Einige Tage vergingen, bis sich Myu wieder aus dem Zimmer traute. Nach dem Vorfall hatte sie sich in ihr Zimmer eingeschlossen und wollte es nicht verlassen. Sie traute sich sogar wieder in die Stadt. Einige der Stadtbewohner sahen sie skeptisch an. Ihnen ist gleich auf dem ersten Blick aufgefallen, dass sie sich verändert hat. Aus Verunsicherung und Angst rannte sie aus der Stadt in den Stadtwald. Dort schrie sie ihre Gefühle heraus. Dabei entzündete sich im Umkreis von Myu ein Teil des Waldes.  



Myu selber wurde aber dabei nicht verletzt. Schnell rannte sie aber dennoch aus dem Brandherd. Man hatte sie dabei beobachtet. „Verbannt die Hexe!“ schallte es aus den Menschenmengen. „Ich bin keine Hexe! Das mit dem Brand war ich nicht!“ „Man hat dich doch beobachtet, wie du in den Wald gegangen bist und kurz darauf hat es genau dort gebrannt. Wie willst du dies leugnen?“ „Ich war es wirklich nicht! Und selbst wenn, dann nicht mit Absicht. Aber wenn ihr mich aus der Stadt haben wollt, dann geh ich. Selbst wenn hier mein Zuhause ist. Wollt ihr wirklich ein junges Mädchen aus der Stadt treiben, nur weil sie anders ist, was ihr kennt?“  



Aus der Menschenmenge kam ein einstimmiges „Ja“. „Na gut. Dann gebt mir ein paar Stunden, dann habt ihr mich weg.“ Myu ging durch die Menge und ging nach hause. In der Wohnung angekommen, packte sie sich das wichtigste ein. Ihr Ziehvater sah dies und fragte was los ist. Das blonde Mädchen erzählte dies unter Tränen. „Es ist soweit. Ich werde zu deinem Freund gehen. Vielleicht bekomme ich wirklich dort ein Platz und jemand der mich in meinen Kräfte unterrichtet. Alfred ich werde dich niemals vergessen.“ Myu umarmte den Dunkelhäutigen und nahm sich noch einige Vorräte mit und verließ die Stadt.  



Myu war monatelang unterwegs Richtung Osten in die Stadt Fornost. Ihr Weg führte sie über das Meer, verschiedenster Gebirge, lange weitläufige Ebenen und durch Eis und Schnee. Das Wetter spielte ihr nicht mit. Auf den weiten Ebenen brannte die Sonne auf sie herab, sodass sie vor Hitze kaum vorwärtsgehen konnte. Auf den Gebirgen tobte ein starker Schneesturm, der ihr die Sicht versperrte.  



Ungefähr zwei Monate vergingen. Myu wusste nicht, wie lange sie unterwegs war. Doch nach ihrer langen Reise kam sie, von ihren Kräften verloren, vor der Stadtmauer von Fornost an. Kaum war sie an der Mauer, verließen sie ihre Kräfte komplett und sackte ohnmächtig zusammen. Eine Wache entdeckte sie und brachte das blonde Mädchen sofort zu einem Heiler. Dieser versorgte sie und nach zwei weiteren Tagen war sie wieder bei Bewusstsein.  



Nach Luft schnappend schnellte das blonde Mädchen vom Liegen in das Sitzen. Beunruhigt schaute sie sich um. „Wo bin ich hier?“ „Du bist hier in Fornost, kleines Mädchen.“ Myu sah einen etwa 1,80 großen, dunkel gebrannten Mann mit feuerroter Kleidung sowie schwarzen Haaren. „Wer sind Sie, wenn ich Ihnen die Frage stellen darf. Und wie bin ich hierhergekommen? Ich weiß nur noch, dass ich eine gefühlte Ewigkeit unterwegs war.“ „Wer ich bin macht jetzt gerade nichts zur Sache. Dies zeigt sich mit der Zeit. Man hat dich ohnmächtig vor der Mauer vorgefunden. Meine Wache hat dich hierhergebracht und du wurdest wieder gesund gepflegt.“



Eine schlechte Botschaft



„Wenn Sie sagten, Sie haben Wachen, dann sind Sie bestimmt diejenige Person, nach der ich suche. Ich suche nämlich Kaiser Sorexis. Alfred Schmidt schickt mich, um hier nach einer neuen Bleibe zu bitten.“ Sorexis lachte kurz herzhaft auf. „Ja der bin ich. Aber warum suchst du genau hier eine Bleibe? Und meinst du den Alfred aus Mandrasil?“ fragte er. Myu nickte kurz. „Ja den mein ich. Darf ich hier wohnen?“ „Da hast du aber wirklich eine lange Reise hinter dir. Und woher kennst du die Familie Schmidt und warum suchst du gerade hier Zuflucht?“  



„Es ist eine lange Geschichte. Die Kurzfassung davon ist, dass man mich aus Mandrasil verbannt hat, da ich etwas gemacht habe, wofür ich nichts konnte. Als ich noch jünger war, wurde ich an den Strand gespült. Alfred hat mich dort gefunden und bei sich aufgenommen sowie großgezogen. Daher kenn ich ihn. “ „Ach so. Und gerne nehme ich dich auf. Wir brauchen immer gerne neue junge Leute. Aber ruh dich erstmal aus. Wenn du komplett auskuriert bist, zeige ich dir deine neue Wohnung.“  



„Wie kann ich es wieder gut machen?“ fragte Myu. „Indem du mir erstmal deinen Namen verrätst.“ „Myu ist mein Name. Entschuldigen Sie mich, dass ich mich noch nicht vorgestellt habe.“ Sorexis lächelte nur und wollte kurz darauf gehen. Doch als er kurz vor der Tür stand, sprang diese auf und ein Bote eilte in das Zimmer. „Kaiser Sorexis. Die Stadt Mandrasil hat nach Hilfe angefragt. Nach einem Brand vor einigen Monaten in dem nahen gelegenen Wald hatten sich die Bewohner erholt. Aber nun gab es dort einen Überfall von Banditen, die auf der Suche nach einem Mädchen waren. Bei dem Überfall ist auch die letzte Person der Familie Schmidt ums Leben gekommen. Sie brauchen eure Unterstützung bei dem wieder Aufbau.“  



„Was? Alfred ist…?“ fragte das blonde Mädchen stockend. „Und das alles nur wegen mir.“ Leise fing das Mädchen an zu weinen. „Ich konnte mich nicht mehr richtig von ihm verabschieden.“ „Aber du hast jetzt eine neue Familie und ein neues Zuhause,“ erwiderte der dunkel gebrannten Kaiser von Fornost.
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am 20.11.2017 um 15:32

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Neue Aussichten


Myu nahm nun das Angebot von dem Kaiser doch an. Sie lebte sich mittlerweile gut in der Stadt ein und wurde schnell eingebunden. Sie konnte sich bei vielen bauten einbringen. Nicht nur bei den Bauten hatte Myu ihren Spaß. Da sie sich auch in der Zwischenzeit bei der Landwirtschaft ausgeholfen hatte, wurde dies mit der Zeit auch zu ihrem Beruf. Da die Bauern in Fornost ihr vertrauten, wurde das blonde Mädchen oft alleine auf den Feldern gelassen. Myu wusste noch um ihre magischen Kräfte und suchte sich auf dem Weizen Felder das hinterste Eck um ihre Kräfte auszuprobieren, denn sie erinnerte sich noch an die Stimme, die ihr sagte, sie sei eine Waldelfe.


  Natürlich sah sie niemanden. Aus diesem Grund kniete sie sich nieder und sah sich das Weizen genauer an. „Hoffentlich gelingt es mir,“ dachte sie sich. Um sich besser zu konzentrieren, schloss das blonde Mädchen ihre Augen. Sie fühlte tief in sich hinein und versuchte daran zu denken, was das Weizen machen sollte. Es soll kraftvoller wachsen und mehr Ernte bringen. Kaum fertig gedacht, umhüllte Myu eine blaue Aura. Erschrocken von diesem Gefühl der Magie stolperte sie zurück an eine Wand und schlug sich leicht den Kopf an.



Zum Glück verletzte sie sich nicht zu sehr. Somit verlor sie nicht das Bewusstsein. „Was war das nun? Das war das letzte Mal in Mandrasil nicht so stark. Wieso ist es jetzt so schlimm passiert?“ „das liegt daran, dass du deine Kräfte noch nicht unter Kontrolle hast kleines Mädchen und auch älter geworden bist. Dadurch sind deine Kräfte auch gewachsen. Suche im nahe gelegenen Wald die dort ansässige Hexe auf und sie wird dir helfen,“ ertönte wieder die seltsame Stimme von damals auf. „Wer bist du? Und woher weißt du das alles?“ fragte das junge Mädchen zur Stimme. Doch erneut kam keine Antwort.


  Myu Stand vorsichtig auf und hielt sich kurz vor Schwindel den Kopf. Als der Schwindel verzogen war, ging sie von Feld herunter und ging erstmal in ihr Zimmer um sich dort auszuruhen. Einige Stunden vergingen und das Mädchen hatte sich nun komplett erholt. Die Anweisung von der fremden Stimme gingen ihr nicht aus dem Kopf. Um sicher zu gehen, was dahinter ist, suchte sie den Priester von Fornost auf.
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am 28.11.2017 um 15:04

Rhijannon gefällt das

Eine weitere Reise beginnt


In der Kirche angekommen, sah sie sich Um. „Vater? Wo seid ihr?“ „Hier bin ich junge Dame. Was treibt dich hier her?“ „Ich suche Antworten, ob die Gerüchte über eine Hexe in Wald stimmen,“ antwortete Myu. „Ja die stimmen. Aber was sucht so eine junge Dame wie du bitte bei der Hexe? Es ist gefährlich sie aufzusuchen. Jeder, der zu der Hexe wollte, ist nie zurückgekehrt. Nicht mal ihre Leichen wurden je gesehen. Also. Was möchtest du von ihr? Du kannst es mir ruhig erzählen. Ich werde nicht über dich urteilen, egal was es ist. Jeder ist vor Gott gleich.“ Myu seufzte kurz, als ob sie sich nicht trauen würde. Nach einer Minute der Überwindung kam sie doch mit der gesamten Geschichte heraus. „Also ist die Legende doch wahr, die über die Elfen erzählt wurden. Dann hast du wirklich ein Grund, die Hexe aufzusuchen. Aber sei vorsichtig. Ich möchte dich wieder lebend hier sehen. An besten mit deinen tollen Kräften und dass du diese beherrschen kannst. Um zur Hexe zu kommen, musst du Fornost in Osten verlassen. Doch der Wald hat seine Tücken. Die Bäume dort versuchen dich von der Hexe fern zu halten. Orientiere dich immer am Moos, das leicht orange ist. Und falls du dich dennoch verirren tust, schau gen Himmel. Er wird dich in dieser Situation schon helfen,“ erklärte ihr der Priester. „Und nun geh kleine Elfe.“ „Danke für deine Unterstützung. Wie kann ich das je wieder gut machen?“ „Indem du wieder lebendig zurückkommst.“


„Das werde ich.“ Zum Abschied umarmte sie den Heiligen und ging zunächst in ihr Zimmer. Dort packte sie einige Klamotten ein, denn sie wusste nicht, wie lange sie unterwegs sein würde. Natürlich durften auch die Vorräte nicht fehlen, die sie in der Küche besorgte. „So. Alles ist gepackt. Ich kann nun gehen. Hoffentlich komm ich wirklich gut durch,“ murmelte sie vor sich hin.
 
„Wohin soll es gehen? Und warum verabschiedest du dich nicht von mir? Jetzt fühle ich mich aber angegriffen.“ Erschrocken drehte sich Myu um. Ihr gegenüber stand niemand anderes, als die Person, die sie vor einigen Monaten aufnahm. „Kaiser Sorexis. Ich wusste jetzt nicht, ob sie beschäftigt sind oder nicht. Ich wollte sie nicht stören. Aber was suchen sie hier in der Küche? Ich habe sie noch nie hier gesehen. Normalerweise bekommen sie doch ihr Essen aufgetischt.“ „Ich habe von einigen gehört, dass du unsere Stadt verlassen willst. Dem Gerücht wollte ich nachgehen. Da dachte ich halt, du brauchst auch noch Vorräte. Deswegen bin ich hier. Zum Glück habe ich dich noch rechtzeitig angetroffen. Also. Was ist nun am diesem Gerücht dran?“ fragte der gebräunte.  


„Es ist eine lange Geschichte. Ich erzähle meine Beweggründe, wenn ich wieder zurück bin. Aber ganz möchte ich Fornost nicht verlassen. Ich muss nur zur Hexe im östlichen Wald. Deswegen auch das Gepäck. Aber ich werde zurückkommen.“ „Ach so. Aber vergess es nicht. Du bist mir noch was schuldig. Deswegen komm wieder wohlbehalten zurück. Und pass auf dich auf. Der Wald soll wirklich tückisch sein. Das hier soll dich dennoch beschützen.“ Sorexis hab den Mädchen eine kleine Brosche an ihre Kleidung, worauf das kaiserliche Wappen zu sehen ist. Die kleine Elfe bedankte sich förmlich bei dem Kaiser und verabschiedete sich noch von ihm.
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am 13.12.2017 um 21:03

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Die Ankunft


Myu atmete noch einmal richtig durch, bevor sie durch das östliche Tor trat. Sie erinnerte sich an die Zeit, aus sie das letzte Mal einen Ort verlassen musste. „Aber diesmal ist es nicht so wie damals, als ich verbannt wurde. Diesmal ist es auch nicht für ewig, wo ich eine Stadt verlassen werde. Und ich gehe freiwillig,“ dachte sie sich und ging los. Mehrere Stunden war sie bereits unterwegs, bis sie beim Wald angekommen ist. Diesen durchquerte sie mit dem Hinweisen des Priesters mit Leichtigkeit. Mitten in Wald kam sie an eine Lichtung, auf der ein kleines Haus aus Backsteinen und kleinen Fenstern stand. Von außen dachte man, es besitze nur ein Zimmer. Es besaß zudem nur ein kleines Flachdach, das kaum auffiel.


  Vorsichtig tastet sich die kleine Elfe an die schon leicht verrottete Tür, woran sie auch klopfte. Nach dem Klopfen ging die Türe von Zauberhand auf. Myu ging vorsichtig hinein und fragte ebenso vorsichtig, ob jemand da wäre. „Natürlich ist jemand da. Warum sollte die Tür sonst aufgehen? Einfach so, dass jeder meine Sachen mir stehlen kann? Also frag nicht solche Dinge, die eigentlich eindeutig sind. Was willst du von mir? Ich bin schwer beschäftigt,“ klang es von der hintersten Ecke des Hauses.


  Die kleine Elfe schaute in die Richtung. Dort stand eine ältere Dame an einem Kessel, der über einem Feuer stand und kochte dort irgendwas. Myu konnte es aus der Entfernung nicht erkennen, was sie zubereitet. „Sie sind also die Hexe, die sich mit Magie auskennt und auch anderen Leuten beibringt?“ „Kommt drauf an, wer fragt und wieso.“ „Also mein Name ist Myu. Und ich möchte bei Ihnen gerne meine Kräfte beherrschen lernen.“


  Die Hexe hörte kurz auf, an ihrem Kessel zu brauen. Sie sah die kleine Elfe an und ging auf sie zu. „Also du willst deine Kräfte beherrschen? Wie kommst du darauf, dass du welche hättest?“ „Weil es jetzt schon öfters vorgekommen ist, dass sie sich gezeigt haben. Das eine Mal stärker als das andere mal. Beim zweiten Mal bin ich sogar kurzzeitig in Ohnmacht gefallen. Daher die Anfrage, dass sie mich bitte unterrichten.“ Während die kleine Elfe der Hexe erzählt hatte, sah die ältere Dame sich das kleine Mädchen genauer an.


  „Ja du bist wirklich anders wie die Menschen. Du bist eine kleine Elfe. Das ändert die Lage. Ich bilde dich aus. So jemand wie dich sieht man nicht jeden Tag. Also. Wie ist derzeit dein Stand? Erzähl mir alles, damit ich weiß, wo ich bei deiner Ausbildung ansetzen kann. Aber setz dich erstmal.“ Die kleine Wald Elfe nickte und setzte sich auf einen kleinen Hocker der schon fast beim Anschauen zerbersten tut und fing an zu erzählen.  


„Das wird aber hart. Du hast ja bis jetzt noch gar nichts gelernt. Aber wie denn auch? Dafür brauchen wir nicht nur ein Tag. Zum Glück hast du einige Klamotten dabei. Die Ausbildung wird schon einige Wochen in Anspruch nehmen. Aber ich lehre dich dennoch der Magie, aber in Gegenzug dass du auch solange bei mir wohnen kannst, musst du dich auch in Haushalt mit einbringen. Ist das auch für dich in Ordnung?“  


Myu nickte. „Klar geht das auch für mich in Ordnung. Das ist ja das mindeste was ich dann für Sie machen kann.“ „Du kannst mich nun auch mit du anreden. Ich bin die Rosalinde. Aber wir fangen morgen mit dem ganzen an. Du hattest heute schon einiges hinter dir. Zudem ist auch noch spät. Ich zeig dir mal die ganze Wohnung. Die ist nämlich größer als sie aussieht.“ Die zwei standen auf und Myu nahm auch ihr Rucksack mit. Nun wurde auch klar, was die Hexe meinte.
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am 05.01.2018 um 14:52

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Die Lehrstunden  


Die Wohnung hatte nun wie durch Zauberhand mehrere Stockwerke, die jeweils eine andere Funktion hatten. Ein Stockwerk bestand nur aus Schlafzimmer, das nächste war für verschiedene Zaubereien ausgestattet. Alle Stockwerke waren der Zeit voraus. Hoch moderne Einrichtungen mit Strom und Heizungen, die die kleine Elfe noch nicht kannte. Selbst hatte die Hexe auch keine Kerzen an den Wänden, wie man es sonst in den anderen Häusern kannte. Das Licht kam von Decken. Dort flackerten aber auch keine Kerzen.  
  
Auch die Gemälde kamen aus einer anderen Zeit, die der kleinen Elfe noch unbekannt ist. „Was ist das hier für ein Ort? Die Sachen sind hier komplett anders als das, was ich kenn.“ „Manche Dinge musst du nicht wissen. Aber es gibt einige mächtige Zauber, die ich so einfach dir nicht sagen kann und will. Dennoch kommt die Zeit, wo du es erfährst. Immer mit der Ruhe.“ Trotz ihrer Neugierde, dachte die Jüngste sich, es sei besser nicht nach zu fragen. Das wurde ihr schon in jungen Jahren beigebracht, dass es in manchen Situationen besser ist, nicht mehr zu fragen, als ihr gesagt wurde.  
  
Nach einer Weile waren die zwei fertig mit der Besichtigung. An dem Zimmer von Myu angekommen, meinte Rosalinde, dass die kleine schlafen gehen soll, denn an nächsten Tag beginne die Ausbildung. Somit legte sich die jüngste erst mal hin. Zuerst konnte sie nicht einschlafen. Es waren einfach zu viele Eindrücke auf einmal. Sie drehte sich mehrmals um, um ihre perfekte Schlafposition zu bekommen.  Als sie diese gefunden hat, versuchte sie einzuschlafen. Dies gelang ihr auch nach einer Weile. Trotz den vielen Eindrücke konnte Myu die gesamte macht friedlich schlafen. An nächsten Morgen wurde sie von den ersten Sonnenstrahlen aufgeweckt. Etwas murrend setzte sich die Elfe mit zerzausten Haaren auf. Noch im Halbschlaf stand sie nach fünf Minuten dann doch auf und zog sich an.
  
Angezogen ging sie aus dem Zimmer und in Richtung das für sie zugewiesene Badezimmer, um sich dort noch frisch zu machen. Kaum aus dem Bad rausgekommen, kam schon Rosalinde auf sie zu. „Guten Morgen. Gut geschlafen?“ „Ja das habe ich. Besser als daheim. Selbst wenn ich Einschlafprobleme hatte. War doch zu viel auf einmal gestern. Aber nach einer Zeit ging es doch mit dem schlafen. Nun bin ich aber wach und meine Neugierde verlangt zu lernen.“   
  
Die Hexe fing an zu lachen, als Myu fertig gesprochen hat. „Nur mit der Ruhe. Erst mal wird gefrühstückt. Mit leeren Magen lernt es sich schlecht. Also komm mit Essen. Es gibt Brötchen, Ei und Marmelade. Zum Trinken gibt es entweder Kaffee oder Tee. Natürlich kannst du auch Orangensaft haben, wenn du willst. Ich wusste halt nicht, was du sonst so zum Frühstück isst, deswegen habe ich einfach mal ein Standard Frühstück hingestellt.“ „Also bis auf Fleisch esse ich alles. Also ist so ein Frühstück in Ordnung. So eines ist für mich Luxus, da ich nicht so viel Geld habe, gibt es so in diesen Ausmaßen eigentlich nur einmal im Monat.“ Rosalinde lächelte nur und ging dann mit Myu Richtung Speisesaal. 


Dort angekommen, aßen sie erst. Also sie fertig waren, räumten die beiden alles auf. „Und nun an die Arbeit. Deine Kräfte kannst du nicht von selbst beherrschen.“ Somit gingen sie einige Stockwerke wieder hoch. „Schau dich hier ruhig um. Das wird in Zukunft der Raum sein, indem wir lernen.“ Die Neugierde von Myu konnte sich nicht zurückhalten. konnte man so einiges magisches sehen. Von mehreren Kesseln bis hin zu Brauständen und verschiedene Bücherregale mit diversen Zauberbücher. In kleinen Wandregalen sah man verschiedene Brauzutaten. Viele davon konnte die kleine Elfe gar nicht zu ordnen, andere wiederum schon.     
Als Myu fertig mit staunen war, fingen die Lehrstunden an. Mehrere Wochen lang wurde jeden Tag gelernt. Myu‘s Kräfte wurden von Woche zu Woche besser zu kontrollieren und selbst ihr Aussehen veränderte sich. Von den einst blonden Haaren bekam sie braune, ihre Augen färbten sich in ein helles Blau. Auch ihre schon spitzen Ohren wurden noch spitzer. „So. Es sind nun insgesamt zwei Monate vergangen. Du hast gut gelernt und kannst nun deine Kräfte beherrschen. Aber eine Aufgabe habe ich dennoch für dich. Mit der Zeit kam ich nicht dazu, mich um den Wald zu kümmern.   
  
Du hast es bestimmt selber schon bemerkt, dass er schon langsam verwelkt. Daher ist es nun deine Aufgabe, ihn wieder zum Leben zu erwecken. Du darfst ruhig deine Kräfte anwenden. Aber bedenke, manchmal ist es besser, sich nicht nur auf seine Kräfte zu verlassen. Manches bedarf doch der menschlichen Kraft. Und ich möchte, dass der Wald wie früher ist.“ 
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am 16.01.2018 um 18:22

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Die Rettung des Waldes


„Bin ich der Aufgabe wirklich schon gefasst? Ich mein, du hast mich sehr gut ausgebildet, aber schaffe ich es trotzdem? Ich weiß nicht, ob ich dem schon gewachsen bin, alles auf einmal zum Leben zu erwachen.“ „du wirst es schaffen. Aber ich gebe dir keine Hinweise. Nur, dass du an dich selber glauben musst. Sonst wird es definitiv nichts. Den Rest findest du selber heraus. Zeit hast du allemal, solange wie du brauchst,“ beruhigte Rosalinde die junge Elfe. Myu nickte darauf und meinte, dass die Hexe recht hätte. Mit einem tiefen Atemzug ging sie entschlossen Richtung Wald. 
 
Dort angekommen, sah sie sich um. Die Hexe hatte recht. Die Bäume waren nicht mehr so grün wie vor zwei Monaten, viele hatten ihr Laub verloren. „In Sommer ist das wirklich nicht in der Laune der Natur, dass ihr eurer Laub verliert, liebe Bäume. Wie kann ich dich helfen? Sagt es mir. Mir könnt ihr Vertrauen. Myu sah sich um. Nur ein Lüftchen umhüllte sie. Durch das Schweigen der Bäume bekam sie das Gefühl des Unbehagens und fiel auf die Knie. „Wie konnte ich nur meinen, dass ich euch helfen kann meine Freunde? So kann ich doch nicht zurückkommen. Man wird mich auslachen, da ich ja nicht  einmal einen Wald helfen kann. Vielleicht hatte ich doch recht, dass ich dieser Aufgabe nicht gewachsen bin.Ein erneuter Luft Stoß umhüllte die blauäugige. Traurig sah sie auf den Boden. Plötzlich berührte sie etwas in Gesicht, sodass sie aufschauen musste.  
 
Das was sie berührte war nichts anderes als ein Zweig eines Baumes. „Kleines. Nicht traurig sein. Wir wussten nur nicht, ob wir dir Vertrauen sollen, denn wir kennen dich nicht. Wir haben dich hier noch nie gesehen. Aber wir haben dich genauer beobachtet in den letzten Minuten, dass wir nun sicher sein können, dass du wirklich uns helfen willst und es auch kannst. Also steh auf und helfe uns gegen die Krankheit, wo uns befallen hat,“ meinte einer der Bäume.


Die kleine Waldelfe nickte und stand auf. „Aber woher soll ich wissen, welche Krankheit ihr habt und woher oder von wem sie kommt? Habt ihr da eine Ahnung?“  Leise seufzend meinte der Baum, dass er es nicht wüsste. Die Krankheit war einfach so da. Sie haben auch niemanden gesehen. „Ich schau mal was mich machen kann. Hoffentlich finde ich eine Lösung.“ Meinte die junge Elfe. Somit schloss sie ihre Augen und konzentrierte sich auf die Umgebung. Sie hörte deutlich die Vögel zwitschern und der Wind durch die Blätter wehen. Weiterhin hörte sie die verschiedene Tiere an Boden herum laufen sowie einzelnes Laub herunter fallen. 



Die verschiedenen Geräusche hielten die kleine Elfe dennoch nicht auf sich zu konzentrieren. Sie blendete die Geräusche aus und konnte sich dadurch noch besser konzentrieren. Ebenso vergaß sie die gesamte Welt um sich herum. Die kleine Elfe ließ einen Bruchteil ihrer Magie in den Boden fließen. Somit konnte sie sehen, was in den letzten Wochen in gesamten Wald passiert ist.  
  Myu sah einige Menschen durch den Wald laufen. Darunter war ein Pärchen, das zu einer Lichtung ging, um dort zu picknicken. An anderer Stelle ging ein Jäger auf die Jagd nach  einem Reh. Aber dennoch fand sie bislang nicht, was zu der Krankheit der Waldes geführt hat. Somit zog sie ihre Magie wieder zurück und öffnete die Augen.


„Menschliches Einwirken war es nicht. Also müsste es wirklich was magisches gewesen sein. Anders kann ich es mir nicht vorstellen an was es sonst liegen könnte,“ schlussfolgerte Myu. „Du hast glaube ich recht. Uns ging es gerade gut, als du deine Magie zur Beobachtung uns gegeben hast. Meine Vermutung ist auch, dass die hier ansässige Hexe langsam ihre Kräfte verliert. Sie hat sich normalerweise um den Wald gekümmert. Und nun merken wir es selber, dass sie langsam nicht mehr kann. Aber wenn sie nicht mehr da ist, wer kümmert sich dann um uns? Wir würden dann komplett sterben und der Wald würde nicht mehr existieren. Dies würde auch der Natur schädigen. Kennst du jemand der sich um uns dann kümmern würde?“ 


Myu schüttelt ihren Kopf. „So direkt jetzt kenn ich niemanden außer die Rosalinde, der solch Kräfte hätte, euch mit Magie zu versorgen. Selbst wenn ihr mich meinen würdet, weiß ich auch nicht ob ich dazu gewachsen wäre, aus der Entfernung euch mit Magie zu versorgen. Denn man brauch mich in Fornost. Ich soll da wieder zurück,“ meinte Myu zögerlich. Leicht seufzend meinte der älteste Baum, dass sie sich darüber keine Sorgen machen solle, denn die Hexe war auch nicht immer in den Haus sondern auch für mehrere Tage aus dem Wald.


Der Wald würde solange versorgt werden, solange die kleine Elfe lebt. Ebenso würde es nicht ihre gesamte Magie kosten, sondern nur ein Bruchteil. Daraufhin willigte die jüngste ein. Gesagt, getan. Die dunkel blonde ging mit dem Wald einem Pakt ein, der diesen solange sie lebe, mit Magie versorge.  
 
Kaum war der Pakt geschlossen, ging es den Wald wieder viel besser. Die Bäume bekamen wieder ihre Blätter, die Tiere kamen wieder zurück. Selbst der Boden wurde wieder grün. Aber Myu merkte so gut wie gar nichts, dass schon ein Bruchteil ihrer Magie genutzt wurde. „Habt dank liebste Elfe. Dank euch geht es uns wieder besser. Wie können wir uns bei dir erkenntlich zeigen?“ sprach der Wald. „Indem ihr der Natur gute Dienste leistet und den Menschen weiter davon abhalten tut, zur Hexe zu kommen. Ebenso sollen die Menschen euch oder der Natur nichts antun. Seit standhaft.“ Der Wald lachte nur kurz und meinte, dass sie es machen würden.
 
Daraufhin ging die junge Elfe zurück zur Hexe, um ihr alles zu berichten.  „So sei es Myu. Du bist nun die neue Herrscherin des Waldes. Das heißt, ich kann nun in Frieden gehen und du hast erfolgreich deine Kräfte beherrscht und deine Prüfung bestanden. Herzlichen Glückwunsch.“ Einige Sekunden später löste sich Rosalinde schon in Rauch auf. Perplex sah die jüngste an die Stelle, wo soeben noch die Hexe stand. „Was soll das heißen mit neue Herrscherin des Waldes? Und wo bist du nun hin?“ Gegen ihre Hoffnungen bekam sie natürlich keinerlei Antwort. Seufzend und ratlos nahm sie ihre Sachen zusammen und ging wieder zurück nach Fornost.
MyuChan

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am 31.01.2018 um 11:44

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Der nächste Schritt 
 
In Fornost angekommen, wurde sie schon willkommen geheißen. Der Pfarrer sowie der Kaiser begrüßten die kleine herzlich. „Aber woher wusstet ihr dass ich wieder zurück bin? Ihr wusstet ja nicht wie lange ich unterwegs bin.“ „Tja, das ist unser Geheimnis so wie du mir damals nicht gesagt hast wohin du gehst,“ konterte der Kaiser. „Du hast dich aber extrem verändert. Was wurde mit dir angestellt?“ fragte er. Lächelnd meinte die jüngste, dass mit ihr nichts Schlimmes passiert sei und sie es ihn unter vier Augen erzählen würde. Zur Bestätigung nickte Sorexis. „Komm später einfach bei mir vorbei. Ich sage den Wachen Bescheid, dass sie dich rein lassen sollen, wenn du zu mir willst. Jetzt komm erstmal an und ruh dich aus. Du hattest bestimmt einen harten Weg hinter dir. Aber es ist schön dich nach der langen Zeit wieder zu sehen und bei uns zu haben.“ Der dunkelhäutige verabschiedete sich und ging wieder seine Geschäfte nach. 


Als dieser weg war, zog der Priester die Elfe mit zu sich in die Kirche. „Ich gebe unserem Kaiser recht. Du hast dich verändert. Aber ich bin ebenso froh, dich wieder hier zu haben. Seit dem du weg warst, hat sich auch hier einiges getan. Die Felder sind teilweise eingegangen und wir konnten sie nicht retten. Das selbe passierte mit einigen Bäumen. Wir haben alles Mögliche probiert, aber nichts hat geholfen. Vor einigen Tagen aber ging es urplötzlich unseren Feldern und Wäldern wieder besser. Hast du eventuell was damit zu tun, junge Dame?“ „Kann gut möglich sein Priester. Es ist auch bei mir einiges passiert, wie man ja auch unschwer erkennen kann. Aber ich erzähl euch mal alles.“ 
 
Die beiden unterhielten sich stundenlang über die Geschehnisse in den letzten Monaten. Auch über das, dass sie nun die Herrscherin über den Wald von Fornost ist. „Deswegen ist es eventuell so, dass sich das Ganze auch auf hier gespiegelt hat. Weil kaum habe ich den Pakt geschlossen, ging es auch den Wald und alles drum herum wieder viel besser als davor. Du weißt ja, alles ist in der Natur irgendwie verbunden.“ „Ja das kann wirklich sein.  Selbst wir Menschen sind auch mit der Natur verbunden. Nur manche merken es mehr als andere. Und manche, so wie du, sind noch stärker verbunden als andere. Aber halten wir uns nicht daran fest. Zum Glück bist du wieder da. Und das noch mit deinen vollen Kräften.“ 



„Ja das bin ich. Ich bin nur froh, dass alles so gut geklappt hat und ich wieder hier bin. Aber sei mir nicht böse, ich muss noch Sorexis das ganze berichten und dann mal sehen. Vielleicht gehe ich dann meinen ursprünglichen Verpflichtungen nach.“ So verabschiedete sich die kleine Elfe und ging zu Sorexis, um ihn alles zu berichten. Dieser hörte sich alles genau an und stellte zwischendurch einige Fragen, die Myu gekonnt antwortete. „Also so ist es also. Da du uns nun eine noch größere Hilfe bist als zuvor, würde ich dich gerne zur Kaiserin von Fornost ernennen. Aber du brauchst dich nicht um den kriegerischen Anteil kümmern, sondern nur um den innenpolitischen Teil. Das heißt, alles was rund um Fornost ist und was alles darin passiert, gehört nun zu deinen Aufgaben. Des Weiteren wird es keine Hochzeit oder so was geben. Nur eine Zeremonie zur Titel Aneignung. Also mach dir da keine Gedanken. Also. Was haltest du von der Idee?“ Etwas perplex schaute Myu den Kaiser an. 



„Das würden sie wirklich machen? Und wie sieht es dann wegen Absprachen aus? Muss ich dann dennoch mich mit Ihnen besprechen? Oder darf ich nach meinem Vorstellungen handeln?“ „Du darfst natürlich nach deinen Vorstellungen handeln. Aber bei großen Sachen schließe dich dann mit mir ab. Und wenn du es dann annimmst, hör mit dem sie auf. Es heißt dann du.“ Myu musste nicht lange überlegen und nahm das Angebot an. „Dann wird es die Tage die offizielle Krönung von dir geben. Und natürlich gehen wir auch auf deine Bedürfnisse ein dass es auch selbst da kein Fleisch gibt. Ich werde es bekannt geben, wann es ist.
MyuChan

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MyuChan

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am 19.02.2018 um 22:28

Ahrron, Dani_von_Erzbach und Rhijannon gefällt das

Die Krönung 


 
Einige Tage vergingen. Am frühen Morgen wurde die kleine Elfe von den ersten Sonnenstrahlen aufgeweckt. Murrend stand sie auf und ging sich frisch machen. Als sie zurückkam, erschrak sie sich kurz, denn eine der Bediensteten des Kaisers stand bei ihr im Zimmer. „Junge Dame. Wir müssen Sie fertig machen. Ihre Krönung beginnt in drei Stunden. Die Vorbereitungen sind schon in den letzten Zügen. Extra für Sie wurde die Nacht teilweise durch gemacht, um ihren Ehrentag vorzubereiten und fertig zu stellen. Jetzt müssen nur noch Sie fertig gerichtet werden.“ Die Bedienstete hob einen Kleidersack hoch, um es Myu zu zeigen. Diese sah es noch müde an und realisierte es noch nicht komplett. 


 
Lachend meinte ihr gegenüber, dass es nicht schlimm sei. Wenn sie das Kleid sehen würde, was man extra für sie besorgt hat, würde sie es begreifen. Die jüngste im Zimmer nickte und meinte, dass die Anprobe stattfinden kann. Somit schloss sie das Zimmer zu, sodass niemand die beiden stören beziehungsweise sehen könne. Myu nahm das Kleid an sich und packte es aus dem Sack aus. Beim Anblick des Kleides kippte die dunkel blonde fast um. Das Kleid war ein komplett weißes Prinzessinenkleid mit vielen Strasssteinen  und Spitzen versehen. Zudem gab es noch ein Schleier. Das ganze sah wirklich aus wie ein Hochzeitskleid
 
„Ich dachte, es gibt keine Hochzeit. Warum dann so ein Kleid?“ „Es gibt auch wirklich keine Hochzeit. Aber unser Kaiser wollte dennoch ein Kleid für dich, das dir gerecht wird und auch deine zukünftige Macht ausstrahlen sollte. Und das scheint ja geglückt zu sein. Vor allem wenn du schon fast aus dem Schuhen fällst. Also lass uns es nun anziehen.“ Gesagt, getan. Myu wurde geholfen, in das Kleid zu steigen. Als sie angezogen war, klopfte es auch an der Tür. Die Bedienstete machte die Tür auf. Herein kamen weitere Bediensteten, die für die Frisur und das Make-up zuständig waren. Diese machten ohne lange Worte sich gleich ans Werk.  
 
Mittlerweile sind schon zwei von den drei Stunden vergangen und Myu war komplett fertig. „Sie sehen wirklich einer Kaiserin würdig aus. Es hat sich wirklich ausgezahlt dieses Kleid zu nehmen. Und was meinen Sie dazu, junge Dame?“ fragte die Bedienstete die für das Kleid zuständig war. Die Elfe sah sich in Spiegel an. „Ich bin nicht mehr ich selber. Man hat wirklich keine Kosten gespart. Wann ist das ganze nun nochmal?“ Die Bedienstete sah auf die Uhr und meinte, man habe nun nur noch eine Stunde. Diese hätte sie nun zur freien Verfügung, aber sie solle dennoch aufpassen, dass sie noch niemand in den Kleid sehe.Die kleine Elfe nickte und meinte, sie bleibe dennoch solange auf den Zimmer und würde da irgendwie die Zeit rum bringen. Somit wurde sie mit der Anmerkung, man würde sie abholen, wieder allein gelassen. Myu nahm sich ein Buch aus ihrem Regal und fing an zu lesen. 
 
Nach einer drei viertel Stunde läuteten schon die Glocken, was für die Uhrzeit ungewöhnlich war. In diesem Moment klopfte es auch an der Tür. „Junge Dame. Wir wollen Sie abholen. Ihre Krönung beginnt gleich.“ „Okay ich komme.“ Somit ging sie mit der Bedienstete in Richtung Festsaal. Der Weg ging über die halbe Stadt. Die komplette Stadt war festlich gestaltet.



Überall hingen die Banner der Stadt und das kaiserliche Wappen. Die Straßen waren mit roten Teppichen versehen und verschiedene Blumen waren ebenso aufgestellt. Selbst die Bewohner waren allesamt in festlicher Kleidung und gratulierten der zukünftigen Kaiserin schon in Vorfeld. Manche freuten sich darüber, aber es gab auch einige Bewohner, die nur negativ darüber sprachen und die Elfe dafür hassen. Diese Kommentare ignorierte sie aber und sie ging einfach weiter. Kurze Zeit später kamen sie am Festsaal an. Die Begleitung meinte, sie solle wie bei einer Hochzeit kurz hier warten, bis die Hymne von Fornost erklingt. Dann solle sie rein kommen. Zum Verständnis nickte sie und wurde wieder alleine gelassen. 
Eine Minute später ertönte die Hymne und Myu ging somit rein. In Festsaal wurde ähnlich einer Hochzeit dekoriert. Die Bänke waren mit verschiedene weißen Blumen bestückt. Auf den Boden lag auf dem ganzen Flur ein roter Teppich, der ebenso mit Rosenblätter bestückt war. Selbst der Thron war mit weißen und roten Akzente dekoriert.  



Myu ging bis ganz nach vorne. Auf dem ganzen Weg über bekam sie staunende Zurufe, die meist mit ihrem Outfit zu tun hatten. Ganz vorne angekommen, hörte die Musik auf zu spielen. „Liebe Bevölkerung von Fornost. Ich bedanke mich bei euch für euren zahlreiches Erscheinen zur heutigen Krönung unserer jüngsten Kaiserin, die es je in der Geschichte von Fornost gab, die auch die hübscheste bis jetzt war,“ verkündete Sorexis. Ein kurzes Lachen über den Satz kam von Publikum. „Aber ich möchte alle Beteiligten hier nicht länger auf die Folter setzen und mache gleich mal weiter. Myu hatte eine lange und harte Zeit hinter sich, bevor sie zu uns gekommen ist. Sie wurde mit jungen Jahren ohne Kenntnisse unserer Sprache und unserer Traditionen an den Strand von Mandrasil angespült und dort von unseren besten Freund, der leider in zu frühen Jahren verstorben ist, aufgenommen. Er hat ihr unserer Sprache, Traditionen und Verhalten beigebracht. Jahrelang hat Alfred Myu bei sich wohnen lassen, bis ein Unfall geschah, mit dem sie aus der Stadt vertrieben wurde. Einen Kräfte zehrenden Weg für eine damals 15 jährige lag nun vor ihr, der sie zu uns geführt hatte. Zum Glück hat sie diesen überlebt. Sonst wäre sie ja nicht hier.“ 
Der Kaiser lächelte Myu an und fuhr fort. „Hier angekommen, wurdest du von unseren Heiler wieder fit gemacht. Nach einigen Wochen konntest du dich sogar hier mit einbringen.  Du hast uns einige Jahre lang gute Dienste beschert, bis deine Kräfte wieder ausgebrochen sind. Um niemanden zu gefährden, hast du den Beschluss gefasst, in eine Ausbildung zu gehen. Diese hast du mehrere Monate gut durch gestanden und hast dich natürlich auch positiv verändert. Nun mit deinen  vollen Kräften stehst du nun vor uns und gehst nun einen wichtigen Schritt ein. Fühlst du dich wirklich gewachsen dafür, die Kaiserin von Fornost zu werden? Wie auch schon einmal gesagt, wärst du vor allem für die Innenpolitik zuständig.“ Die junge Elfe atmete kurz tief durch und meinte: „Wenn ich jetzt ein Rückzieher mache, kommt es doch für alle doof rüber. Und wenn ich nicht bereit wäre, würde ich ja auch nicht hier stehen. Also meine Antwort ist ja. Ja, ich bin bereit dafür.“ Sorexis nickte und drehte sich kurz um, um die Krone zu holen. 


 
Da gebe ich dir Recht, dass es sonst wirklich blöd rüber kommen kann. Aber so sei es. Hiermit kröne ich dich zur Kaiserin von Fornost.Während Sorexis letzteres sagt, setzte er der jungen Dame die Krone auf ihrem Haupt. Lautes jubeln kam von Publikum, einige warfen sogar ihr Rosen Blätter oder Reis Körner zum Glück zu. „Lass dich noch schön feiern. Ab morgen beginnt das richtige Ernst des Lebens. Ich habe dennoch große Hoffnungen in dich dass du es schaffst. Und lass dich nicht unterkriegen. Du bist was Besseres als die Leute, die dich versuchen zu stürzen.  Uwe so nebenbei gesagt, das Kleid meiner Mutter steht dir echt gut. Habe ich mir schon gedacht, als ich es wieder gefunden habe. Du siehst ihr verdammt ähnlich.